Stadt und Kreis Offenbach erhalten Kommunale Wasserkonzepte

Der Zweckverband Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach (ZWO) und die angeschlossenen Kommunen stellen mit der Fertigstellung der Kommunalen Wasserkonzepte wichtige Weichen für eine zukunftssichere und nachhaltige Trinkwasserversorgung.

Rodgau, 21. März 2025 - Die öffentliche Trinkwasserversorgung für die Stadt und den Kreis Offenbach ist sicher. 

Zu diesem Ergebnis kommt das Wasserkonzept des ZWO. Allerdings nicht ohne Anstrengungen von Zweckverband und Kommunen. Das Konzept wirft einen detaillierten Blick in die Zukunft der Wassernutzung und -verfügbarkeit. 

In den letzten beiden Jahren hat der Zweckverband Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach (ZWO) in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen, den Stadt- und Gemeindewerken und externen Gutachtern umfassende Kommunale Wasserkonzepte erarbeitet. Der Zweckverband und alle vom ZWO versorgten Städte und Gemeinde erhalten ein Kommunales Wasserkonzept mit Bedarfsprognosen, Analysen der Versorgungsstruktur und Ressourcenverfügbarkeit sowie einen Maßnahmenkatalog zur Stärkung der Resilienz der Infrastruktur, Ausschöpfung der Trinkwassersubstitutionspotentiale und Förderung der Betriebswassernutzung. 

„Die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit zwischen Zweckverband, Stadt- und Gemeindewerken und den kommunalen Planungs- und Umweltämtern war die Basis für den erfolgreichen Projektabschluss. Diese Zusammenarbeit möchten wir in Zukunft intensivieren. Die Herausforderungen von Bevölkerungswachstum, klimatischen Veränderungen und begrenzten Wasserressourcen können wir nur gemeinsam angehen“, betont Rudolf Hußlein, Geschäftsführer des ZWO. 

Im Zuge der Kommunalen Wasserkonzepte wurden die Entwicklungspotentiale der einzelnen Kommunen untersucht und Wasserbedarfsprognosen und -bilanzen für die Jahre 2035 und 2050 erstellt. Der größte Treiber für den steigenden Wasserbedarf ist das zu erwartende Bevölkerungswachstum in der Region. Doch auch der Klimawandel stellt die Wasserversorgung schon heute vor neue Aufgaben. In den Zukunftsbetrachtungen wird mit einem zusätzlichen Wasserbedarf von 5 % in Trockenperioden gerechnet. 

Der Verbandsvorsitzende des ZWO, Herr Carsten Müller, stellt hierzu fest: „Die letzten Jahre haben uns sehr deutlich gezeigt, was wir unter ‚Zunahme der Extreme im Klimawandel‘ in Bezug auf die Wasserversorgung verstehen sollten. Nach der Trockenperiode von 2018 - 2020 mit neuen Temperaturrekorden folgte in 2023 - 2024 die nasseste Periode seit den regelmäßigen Wetteraufzeichnungen in Deutschland im Jahr 1881. Mit den Kommunalen Wasserkonzepten haben Versorger und Kommunen jetzt ein Werkzeug in der Hand, um die kommenden Probleme zu bewältigen.“

Des Weiteren beinhalten die vom Land Hessen geförderten Konzepte Maßnahmenkataloge, die die Potentiale von Trinkwassersubstitution, Wassersparmaßnahmen und Brauchwassernutzung aufzeigen. Der Fokus liegt hier insbesondere auf den Sportanlagen und bei Neubaugebieten, wo die Implementierung von Regenwasser- und Brauchwassernutzungsanlagen einfacher umzusetzen sind. 

Mit den Kommunalen Wasserkonzepten erhält jede Kommune konkrete Maßnahmenkataloge, die eigenständig von den jeweiligen Kommunen umgesetzt werden können. Darüber hinaus sind weitere Maßnahmen beschrieben, die Kommunen, ZWO und Stadtwerke in Zusammenarbeit angehen werden. Die Konzepte stellen in dieser Hinsicht eine Besonderheit dar und zeigen die Verantwortungsbereiche der kommunalen Akteure und Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung auf. 

„Nicht nur unsere Wasserversorger, auch die Kommunen selbst sind gefordert. Unsere Sportplätze und Grünanlagen müssen wir nicht mit reinem Trinkwasser bewässern. Dort wo es ökologisch und ökonomisch sinnvoll ist, sollten wir in Zukunft Regen- oder Brauchwasser nutzen. Wie die Konzepte zeigen, gibt es bei uns im Kreis und der Stadt Offenbach auch schon positive Beispiele, aber dennoch Luft nach oben. Gleiches gilt natürlich auch für jeden Einzelnen beim sorgsamen Umgang mit Trinkwasser. “, führt der Verbandsvorsitzende weiter aus. 

Hinweise zu Wassersparmaßnahmen und Informationen zur Wasserampel des ZWO finden sich auf der Website des Verbands (www.zwo-wasser.de).

Der ZWO bedankt sich für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit bei allen Bürgermeistern, Beteiligten der kommunalen Planungs- und Umweltämter, den Stadt- und Gemeindewerken, unserem gemeinsamen Auftragnehmer dem Ingenieurbüro BGS Umwelt GmbH und Hr. Dr.-Ing Roth und dem Fördermittelgeber, dem Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat.